Neuer Planet entdeckt!

Sein Name ist Mageia!
Ein Planet ist eine Webanwendung, die Community-Blogs eines bestimmten Projektes in einem RSS-Feed zusammenfasst.

Wir hatten versprochen, dass der Mageia-Planet bald erscheint, nun ist er da: http://planet.mageia.org.
Die Farbe ist noch nicht trocken (Theme und Anpassungen werden noch folgen), aber er funktioniert und Sie können sich zur Teilnahme an dem Planeten Ihrer Wahl anmelden (zur Zeit: de, en, es, fr, it, pt):

  • Fragen Sie einfach hier in einem Kommentar;
  • Senden Sie uns einen RSS-Feed in NUR EINER Sprache zu, worin Sie über Mageia sprechen (Sie können Tags oder Kategorien verwenden; zwei Sprachumgebungen für denselben Blog == zwei Feeds)!

Alle Anfragen werden vom Mageia-Marketingteam geprüft.
Planet Mageia basiert auf moonmoon.

( Original veröffentlicht am 18. Februar 2011 von dams )

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Mageia am Start – der Download wartet!

Wie versprochen wird die erste ISO von Mageia, Alpha 1 (Codename Cantine) in Kürze auf einem Spiegelserver in Ihrer Nähe (oder besser: auf einem Spiegelserver auf demselben Planeten wie Ihrem) zum Herunterladen zur Verfügung stehen: je eine DVD-ISO für 32 Bit und 64 Bit (Live-CDs wird es erst für kommende Versionen geben). Als zweite gute Neuigkeit können wir Ihnen mitteilen, dass wir alle RPMs auf die Spiegelserver geladen haben. Nun können alle furchtlosen Entwickler und Tester per Upgrade von ihrem Mandriva Linux 2010.2 auf Mageia umsteigen (Sie können auch von Cooker aus umsteigen, sollten aber auf Probleme mit rpm5 gefasst sein. Mageia wird für die finale Version ohnehin nur ein Upgraden von Mandriva Linux 2010.2 garantieren, ein Upgrade von Cooker aus geschieht auf Ihr eigenes Risiko!).

Wie bereits in einem vorherigen Artikel erklärt wurde, sollte diese Entwicklerversion nicht in einer Produktivumgebung eingesetzt werden. Sie ist auch weder für normale Benutzer noch für Testberichtautoren vorgesehen: So weit sind wir zur Zeit noch nicht. Diese Alpha 1 richtet sich in erster Linie an Leute, die zum Projekt Mageia etwas beitragen wollen. Dies ist die allererste Alphaversion von Mageia und so etwas wie eine Vorschau. Es ist das Ergebnis von zwei Monaten harter Arbeit an der Einrichtung des Buildsystems und der Säuberung der Pakete und Programme, wie in diesem Artikel erklärt wurde. Aus diesem Grund werden Sie jetzt (noch) nicht alle Ihre Lieblingsanwendungen vorfinden. Die Pakete werden eines nach dem anderen gesäubert und nach und nach importiert. Daher werden Sie auch manche Teile des Systems noch etwas „roh“ – oder nicht so schön wie erwartet – vorfinden. Das neue Design ist noch nicht komplett implementiert und es gibt noch so einige temporäre Grafiken und Icons, die wir in den kommenden Wochen bis zur finalen Version ersetzen werden. Das Artworkteam arbeitet hart daran und hat bereits einen bemerkenswerten Teil der Arbeit erledigt, wie Sie am Installationsprogramm und dem grafischen Boottheme erkennen können.

Wir wissen, dass Sie diese Version nicht sehr beeindrucken wird und dass sie auch keinerlei revolutionären Änderungen mit sich bringt. Das ist auch noch nicht unser Ziel, wir wollen zuerst eine Entwicklungsbasis und ein System haben, die grundsolide sind.

Die Herausgabe dieser ersten ISO in ihrem jetzigen Zustand bedeutet:

  • Wir haben unsere eigenen Repositories mit gesäuberten Paketen sowie unsere eigenen Verfahrensregeln (Änderungen der Softwaremedien, Verwaltung der Lizenzen);
  • Unser eigenes Buildsystem ist arbeitsbereit und funktioniert (und es läuft schon ziemlich gut);
  • Die Paketbauer arbeiten hart, über 4.800 Pakete wurden bereits aktualisiert und haben das Buildsystem durchlaufen;
  • Wir haben die Grundlagen für den Systemstart unserer eigenen Distribution geschaffen;
  • Wir haben eine funktionierende ISO, die installiert und betrieben werden kann;
  • Wir haben ein funktionierendes Basissystem.
  • In wenigen Worten: Der Stromschalter ist eingeschaltet, die Entwicklungsumgebung arbeitet und die Teams wurden organisiert. All dies versetzt uns in die Lage, ein minimal funktionierendes Produkt in seiner ersten Form abzuliefern.

Da das erste Ziel dieser Version darin besteht, Rückmeldungen zu bekommen, haben wir ein Bugmeldesystem (bitte lassen Sie sich nicht von der Warnung des Browsers „Diese Verbindung ist nicht vertrauenswürdig“ abschrecken, diese Warnung resultiert aus einem von uns selbst signierten Zertifikat). Sie können ein Benutzerkonto erstellen, mit dem Sie sich in unserem Bugzilla anmelden können. Dabei handelt es sich um unsere zentrale Authentisierungslösung. Man kann uns auch Berichte und Meldungen über die Mailingliste mageia-discuss zuschicken, obwohl wir die Benutzung des Bugmeldesystems vorziehen, da uns dies das Aufspüren von Problemen erleichtern würde. Bitte lesen Sie jedoch zuerst die Errataseite.

Die Liste der Spiegelserver finden Sie auf unserer brandneuen Verwaltungsseite für die Spiegelserver. Diese Webseite ist noch recht einfach gestaltet, Ihre Hilfe bei der Verbesserung ist uns sehr willkommen.

Nun ist die Herausgabe der ersten ISO zwar ein wichtiger Meilenstein, sie ist aber nur einer der ersten Schritte auf der langen Reise, die vor ein paar Monaten mit der allerersten Ankündigung des Projektes begann. Wir alle hoffen, dass wir Ihnen mit dieser ersten ISO beweisen können, dass das Projekt sich in einer recht guten Verfassung befindet. Wir hoffen auch, dass Sie mit uns in das Mageia-Boot einsteigen werden, sodass Mageia Ihre und unsere zukünftige Linuxdistribution werden kann! :)

Die nächste Aufgabe nach dieser ersten Alpha 1 besteht darin, dieses Produkt zu einer stabilen und ansprechenden Version zu verfeinern, die nach mehreren Zwischenschritten (Alpha, Beta und RC) Anfang Juni erscheinen soll:

  • Alpha 1 am 14. Februar;
  • Alpha 2 am 15. März;
  • Beta 1 am 5. April;
  • Beta 2 am 26. April;
  • Release Candidate am 17. May;
  • Final Release am 1. Juni.

Genießen Sie die ersten Tests von Mageia, bis zur nächsten Version!

(Original von ennael)

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Mageia auf der Fosdem 2011

FOSDEM 2011Am vergangenen Wochenende fand die FOSDEM statt, eine der größten Veranstaltungen zur Freien Software in Europa. Wie bereits angekündigt nahm das Mageiateam daran teil, hielt zwei Vorträge sowie die erste Generalversammlung der Organisation ab. Doch das war noch nicht alles.

Die Fosdem begann für uns mit einem improvisierten Dinner in einer Pizzeria, die glücklicherweise Platz für eine zehnköpfige Gruppe hatte. Anschließend folgte ein zwangloser Abend in einem Brüsseler Pub nahe dem Manneken Pis. Dort diskutierten wir über verschiedene technische Themen wie die unterschiedlichen Biersorten, die Benutzung von Meego auf einem n900 sowie die Abwesenheit einer belgischen Regierung, aber auch noch über viele andere Themen. Danach begaben wir uns in unsere verschiedenen Hotels, um uns eine verdiente Ruhepause vor der Veranstaltung zu gönnen.

Der erste Tag

Am ersten Tag bauten wir unseren Stand auf und hatten Gelegenheit für Diskussionen. Ein spezielles Feature der FOSDEM ist der Veranstaltungsort der Ausstellung – man hat die Atmosphäre unterirdischer Gänge, ein bemerkenswerter Unterschied zu den glanzvoll erleuchteten Messegeländen des Linuxtages und anderer Ausstellungen. Trotzdem waren diese Gänge mit allen möglichen Projekten und einer großen Zahl interessierter Besucher gefüllt.

Mageia machte dabei keine Ausnahme. Die Großzügigkeit der GNOME-Community verhalf uns zu einem kleinen Stand im Hauptkorridor inmitten anderer freier Softwareprojekte, gleich neben Fedora. Damien hatte die ersten Pakete mit Mageia T-Shirts mitgebracht, die wir an Besucher unseres Standes verkauften. Im Angebot waren schwarze und weiße Shirts (da wir an die Freiheit der Auswahl glauben), die mit dem Preisschild „Mindestens 10 € oder mehr“ versehen waren. Neben den T-Shirts gab es kostenlose Mageia-Aufkleber zur Verbreitung des Namens. Der Verkaufserlös der beiden Tage belief sich auf 625 €, die dem Spendenfond von Mageia zugute kamen.

Am ersten Tag war außerdem der richtige Zeitpunkt zum gegenseitigen Kennenlernen von Leuten, die bereits eine lange Zeit zusammengearbeitet, sich aber noch nie gesehen hatten. Es gab Zeit für persönliche Gespräche, für Fragen und Antworten.

Nach einem anstrengenden Tag, an dem jeder Kontakte knüpfte und mit alten Freunden diskutierte oder neue fand, gingen wir in die Brüsseler Innenstadt, wo Anne ein Abendessen für uns organisiert hatte.

Der zweite Tag

Die FOSDEM ist allerdings nicht nur die Gelegenheit, einen Informationsstand anzubieten und Fragen zum Projekt zu beantworten, sie ist auch der perfekte Zeitpunkt für informative Präsentationen, die sich an eine technisch interessierte Zuhörerschaft wenden, bestehend aus Enthusiasten für Freie Software aller Art.

Es war prima, dass uns 2 Zeitfenster dafür zur Verfügung standen, einmal im Cross Distribution Developers‘ Room am Sonntagmorgen und zweitens im LibreOffice Developers‘ Room am Sonntagnachmittag. Beide Präsentationen basierten auf demselben Gerüst (jenem, welches Romain bereits auf der Marketing-Mailingliste vorgestellt hatte), doch entschieden wir uns dafür, jeweils unterschiedliche Schwerpunkte in den Vordergrund zu stellen.

Bei der Präsentation am Morgen ging es eher darum, das Projekt zu präsentieren, gefolgt von technischen Erkenntnissen, die wir durch das Forken gewannen, wie zum Beispiel das Problem, dass man überall „hardgecodete“ Pfade und Namen hat, die Schwierigkeit, alles von Grund auf neu zu kompilieren, usw. Die Nachmittagspräsentation zielte darauf ab, einen Überblick über die Verwaltungsstruktur des Projekts zu geben und unsere diesbezüglichen Arbeiten öffentlich zu machen. Beide Präsentationen wurden gut angenommen. Sie führten zu einigen vielversprechenden Kontakten und schafften Klarheit über die Lage des Projekts.  Sie können sich die erste Präsentation auf YouTube ansehen.

Des weiteren wählten wir die FOSDEM als den geeigneten Augenblick, die Generalversammlung von Mageia.Org abzuhalten. Obwohl wegen eines Missverständnisses einige Änderungen in letzter Minute notwendig waren, welches wegen unserer Gewohnheit aufgetreten war, für alles die UTC zu verwenden, schafften wir es noch rechtzeitig, für die Versammlung eine einstündige Lücke in einem freien Raum zu finden.

Zunächst gab Anne (ennael) einen Grundsatzbericht ab, in dem sie alles zusammenfasste, was wir in den vergangenen Monaten geschafft haben. Es folgte Damien Lallement (damsweb) mit dem Finanzbericht. Er erklärte die verschiedenen Ausgaben der Organisation Mageia.Org in der Vergangenheit und gab auch einen Ausblick. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Mageia 8.833 € an Spenden erhielt und 3.310 € ausgab (hauptsächlich für Server und andere Hardware). Beide Dokumente werden wir bald auch auf Mageias Website veröffentlichen.

Der nächste Tagesordnungspunkt der Versammlung war die Verkündung der Ergebnisse der ersten Wahl für den Vorstand, die unter den Gründern auf Epoll durchgeführt wurde, nachdem das bei einem vorangegangenen Treffen der Gründer so entschieden worden war. So wurden die Ergebnisse zur selben Zeit auch online zur Verfügung gestellt. Der erste Vorstand setzt sich aus 6 Personen zusammen:

  • Anne Nicolas (ennael)
  • Damien Lallement (damsweb)
  • Michael Scherer (misc)
  • Romain d’Alverny (rda)
  • Wolfgang Bornath (wobo)
  • Thomas Backlund (t_m_b)

Die Bekanntgabe der Vorstandsmitglieder nahmen wir ebenfalls zum Anlass, mit der Erstellung der kryptografischen Schlüssel für das Signieren unserer Software, unserer Pakete und unserer ISOs zu beginnen. Nicolas Vigier (boklm) und Michael Scherer (misc) erstellten den Hauptschlüssel und verteilten ihn unter den Vorstandsmitgliedern. Dabei verwendeten sie ein hochmodernes kryptographisches System, welches sie uns später noch in einem Blogeintrag erklären wollen.

In einem späteren konstituierenden Treffen des neuen Vorstands wurde Anne Nicolas als Präsidentin bestätigt, ebenso bleibt Damien Lallement der Kassenwart von Mageia.Org. Als neuer Schriftführer wurde Michael Scherer eingesetzt.

Resumee

Wie jedes Jahr war die FOSDEM ein großartiges Erlebnis für alle Teilnehmenden, ein belebendes Ereignis im Jahresablauf. Man spürte den Geist der Zusammenarbeit, der die Freie Software so einzigartig macht. Für Mageia wird dieses Event sicherlich jedes Jahr ein Fixpunkt werden, der es uns erlaubt, uns zu treffen, wichtige Aspekte noch einmal durchzugehen, in die Zukunft zu schauen und unsere jährliche Generalversammlung abzuhalten.

(Original publiziert von wobo)

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Bootstrapping? Wie Bootstrapping? Ich will Mageia ISOs!

Wir haben unsere erste Alpha ISO für Ende Januar angekündigt … aber noch gibt es sie nicht. Verdammt! Was ist denn da los? Lassen Sie es mich erklären.

Es war einmal das Bootstrapping …

Wie bereits im letzten Blog-Eintrag beschrieben, lief unser Build-System in den letzten Wochen auf Hochtouren und mehr als 4.000 Pakete wurden bereits erstellt. Diese Sammlung an Paketen nennen wir Bootstrap.

Wie Sie auf Wikipedia sehen können, ist ein Bootstrap ein kleiner Bootloader, welcher genutzt wird ein größeres System zu starten. Im Falle von Mageia ist mit Bootstrap der aktuelle Schritt gemeint, in dem das Basissystem und die meisten Abhängigkeiten erstellt werden, so dass alle weiteren Anwendungen mit Mageias eigenen Werkzeugen erstellt werden können. Jede Linux Distribution nutzt eigene Pakete, um alle Pakete in ihren Repositories zu erzeugen.

Danach kommt der komplizierte Teil der Geschichte. Eine Art Henne-Ei-Problem. Einige systemnahe Pakete, auch Toolchain genannt, benötigen sich selbst zum kompilieren: gcc, glibc, … Diese Pakete existieren bereits bei vielen Distributionen, so dass das Bootstrapping einfach bei einer dieser Distributionen beginnen kann.

Bei Mageia haben wir uns entschieden Mandriva Pakete zu nutzen, da die erste Veröffentlichung auf Cooker basieren wird. Um diese nutzen zu können, mussten wir sie jedoch zunächst bereinigen:

  • entfernen von Mandriva spezifischen Bits und Teilen (RPM Makros, urheberrechtlich geschützte Elemente wie Bilder, Symbole, veraltetes Material, …)
  • Entfernen nicht benötigter Bedingungen in den Definitionen für die Anforderungen zum Paketbau
  • senden von Patches an die eigentlichen Projekte, so dass wir uns nicht um diese kümmern müssen und alle davon profitieren können, wenn sie akzeptiert werden
  • temporäres entfernen höherer Abhängigkeiten, sofern sie derzeit noch nicht erzeugt wurden und nicht für Mageia vorhanden sind (Java, Mono).

Wenn all das geschehen ist, kann jedes Paket für Mageia im Mageia Build-System erzeugt werden. Anschließend wird der jeweils verantwortliche Paketbauer das Paket prüfen und gegebenenfalls weitere Abhängigkeiten ergänzen, sobald diese verfügbar sind.

Schauen wir uns ein Beispiel an

Der gcc ist ein C-Compiler. Er ist ein wichtiger Bestandteil des Basissystems, weil er von vielen Programmen benötigt wird, die aus den Quelltexten erstellt werden müssen.

Mageia braucht sein eigenes gcc-Paket, um für sich alle Programme erstellen zu können, welche die Programmiersprache C benutzen (sog. dogfooding“ = hier: Verwendung eines eigens selbsterstellten Programms, um weitere zur eigenen Nutzung zu erstellen). Für Mageia ist dies ein entscheidender Arbeitsschritt, denn, wenn man es richtig macht, kann so sichergestellt werden, dass alles glatt läuft, während gleichzeitig
mögliche Probleme aufgelistet und korrigiert werden können. Dann werden wir den gcc für Mageia erstellt haben.

Wenn die Toolchain erstellt wurde, können wir den Mageia-Kernel, die X-Treiber, den X-Server, etc. neu bauen – und schließlich auch anwenderorientierte Programme. Ein mittels Bootstrapping erstelltes Betriebssystem bietet Paketbauern nicht mehr als einige Libraries und einen Compiler. Bevor das Team der Paketbauer wirklich ernsthaft mit der Arbeit beginnen kann, müssen erst einmal noch zusätzliche Kernsystempakete hinzugefügt werden. Für ihre Erstellung sind bei vielen Paketen einige abhängige Pakete notwendig, die wiederum einige andere abhängige Pakete erfordern.

Letztendlich werden Tausende von Paketen benötigt, um die wichtigsten Systembestandteile zu erzeugen welche zur Erstellung von anwenderorientierten Programmen benötigt werden.

Natürlich ist das nur ein grober Umriss, ohne all die spannenden Dinge, die so während des Rebuild-Prozesses passieren können. Aber so geht das im Großen und Ganzen.

Warum ist Bootstrapping so wichtig?

Wie bereits gesagt handelt es sich beim Bootstrappingprozess um einen Arbeitsschritt bei dem Paketbauer und Spezialisten für das Basissystem sich die Zeit nehmen können, die Konsistenz der Distribution auf der untersten systemnahen Ebene zu überprüfen, Abhängigkeiten zu bereinigen und das Basissystem in Einklang mit den Statuten der Distribution zu bringen. Also ist Bootstrapping nicht ausschließlich etwas für Leute, die sich für Forks interessieren :)

Übrigens werden sich das Verbessern des Bootstrappings sowie das Schreiben einer ordentlichen Dokumentation dazu als äußerst nützlich erweisen, wenn neue Prozessorarchitekturen hinzugefügt und unterstützt werden. Dann braucht man eine anständige Toolchain, ein Basissystem… Das selbe Lied.

ISOs!

Doch zurück zur Ausgangsfrage: Wann können wir mit einem ersten Test-ISO rechnen? Der Bootstrappingprozess wurde vor einem Monat begonnen und sollte morgen beendet sein. Ungefähr 1.500 Stunden waren notwendig, um die vorhandenen Pakete zu erstellen. Darin eingerechnet sind erfolgreich erstellte Pakete, aber auch Fehlschläge, Rebuilds, technische Fragen, die entschieden werden mussten, überraschend aufgetretene Probleme, Diskussionen…

Nun sind wir soweit :). Das Repository ist fertig für erste Test des Paketbaus, unser Rechner zur ISO-Erstellung wurde ordentlich konfiguriert und die Alpha1 wird für den 15. Februar erwartet; bleiben Sie am Ball, bald gibt es mehr Neuigkeiten zur künftigen Roadmap!

(Original gepostet am 03.02.2010 von ennael)

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Wir sehen uns auf der FOSDEM

Ungefähr 20 von uns werden an dem Spaß teilnehmen und am kommenden Wochenende die FOSDEM in Brüssel besuchen (Wikiseite mit unseren Vorbereitungen).

Neben guten und interessanten Diskussionen wird es am Sonntag zwei Vorträge über Mageia geben:

  • um 10:30 Uhr im CrossDistro Entwicklerraum (H.1302); hier geht es hauptsächlich um die technische Seite des Projektes;
  • um 16:30 Uhr im LibreOffice Entwicklerraum (H.2214); hier stehen in erster Linie die organisatorischen und strukturellen Fragen im Vordergrund.

Außerdem werden wir am Sonntag um 14:30 Uhr unsere erste Generalversammlung abhalten (Ort ist noch nicht bekannt).

Wir hoffen Sie dort zu treffen, sprechen Sie uns an wenn Sie Fragen zum Projekt und dessen Fortschritt haben.

Belgien, wir kommen!

Übrigens: Merken Sie sich die Zahl 5. Wir werden am Sonntag darüber sprechen.

(Original publiziert von rda)

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