Rückblick: Mageia auf den Chemnitzer Linux Tagen 2017

Nun ist eine Woche seit den Chemnitzer Linux Tagen vergangen: Zeit für einen Rückblick:

Um es kurz zu machen: es war eine rundherum gelungene Veranstaltung. 

Alfred und ich sind am Freitag Abend angereist, und haben direkt mal auf dem Stand nach dem Rechten gesehen. Das Motto der diesjährigen CLT lautete Barrieren einreißen und das vollkommen zu Recht. Um auf dem kürzesten Weg zum Veranstaltungsort zu gelangen, hätte man eine Menge Barrieren einreißen müssen. So haben wir uns mühsam den Weg durch die vielen Umleitungen gekämpft, denn in Chemnitz wird gerade so ziemlich jede Straße erneuert. Dort angekommen, gab es eine nette Begrüßung durch die CLT Organisatoren, eine erste Diskussion über die Veranstaltung und über das Verhältnis von freien Projekten gegenüber den Firmen sowie die Gefahr des Sponsoring eines solchen Events durch große Firmen, allerdings auch die Vorteile, denn die freien Projekte profitieren natürlich auch: sie haben keine Kosten, die Standausrüstung inkl. Posterdruck wird gestellt und es gibt 2 Tage lang freie Verpflegung.

Am Samstag Morgen, nachdem unser Standpersonal durch Jürgen und Frank komplettiert worden war, hatten wir zunächst ein wenig die Befürchtung, dass unser Stand nicht die gewünschte Aufmerksamkeit bekommen würde (da der Stand ein wenig in der Ecke lag). Die Befürchtung zerstreute sich allerdings schnell und wir kamen mit vielen verschiedenen Menschen in Kontakt und zu diversen Diskussionen über unser Projekt. Letztendlich stellte sich der Standort abseits des Hauptverkehrswegs sogar als vorteilhaft heraus, man hatte sehr viel mehr Ruhe, um sich mit den Standbesuchern zu unterhalten. Auch die Präsentation des kommenden Mageia 6 Release wurde mit großem Interesse aufgenommen.  Wir hatten zudem auch eine Menge an Dingen zu verteilen, wie z.B. Kugelschreiber, Aufkleber, Tassen, T-Shirts und USB-Sticks (die wir gegen eine kleine Spende abgegeben haben) und auch die leckeren Schweizer Kekse erfreuten sich der Beliebtheit bei Besuchern und Standpersonal.

Durch die Standbesetzung mit 4 Personen ergab sich zudem auch die Möglichkeit für uns, ein paar Vorträge zu besuchen sowie Kontakte zu anderen Projekten zu knüpfen.

Am Samstag Abend gab es dann wie immer das große Dinner für die Helfer und Aussteller mit üppigen Angebot an Speisen und Getränken. Und auch dort ergaben sich unterhaltsame und informative Konversationen mit Mitgliedern von anderen freien Projekten und Vereinen (hier ein spezieller Gruß an Christoph von der LUG Frankfurt, falls er mitliest).

Der Sonntag war gefühlt ein wenig ruhiger (viele Besucher waren schon am Samstag an unserem Stand gewesen), doch generell war das Interesse an Mageia schon groß. Es waren Leute da, die Mageia als die einzige Linux-Distribution gelobt haben, die ihren speziellen WLAN-Adapter zum Laufen bekommen hat, oder andere, die schon seit Mandrake-Zeiten auf diese Distribution und deren Vorgänger gesetzt haben. Allerdings wollen wir hier nicht verschweigen, dass es auch eine gewisse Anzahl an Leuten gab, die bis jetzt noch nichts von der Existenz unseres Projekts gehört haben, obwohl es Mageia schließlich schon seit 7 Jahren gibt und wir 5 sehr erfolgreiche Versionen veröffentlicht haben. Das bedeutet, dass wir noch mehr für unser Projekt werben sollten, was wir mit der Teilnahme an den CLT ja auch tun.

Schlussendlich möchten wir uns ganz herzlich bei dem Orgateam der CLT 2017 bedanken, für die Möglichkeit uns dort präsentieren zu dürfen. Als Dank für das Drucken des 2. Plakats, haben wir den Pinguinen des Amerika-Tierparks in Limbach-Oberfrohna, deren Patenschaft (Video) die CLT übernommen hat, 20€ zukommen lassen.

Wir hoffen, dass wir bei den CLT 2018 wieder dabei sein dürfen…

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Wöchentliche Zusammenfassung 2017 – Woche 11

Es war eine weitere geschäftige Woche, mit einer Menge Änderungen, Updates, Tests und Neuigkeiten.

Cauldron

Alle von Mageia entwickelten Werkzeuge wurden aktualisiert, um die neuesten Übersetzungen einzuschließen. Außerdem gab es Aktualisierungen des DrakX-Installers, die hoffentlich einige der verbliebenen Fehler beheben, mehr dazu später. Die Bibliothek libinput wurde auf die Version 1.7 RC 2 angehoben. Wenn es also infolgedessen Regressionen mit Eingabegeräten gibt, bitte die Fehler in Bugzilla melden, so dass wir upstream helfen können, sie bis zum Release von Mageia 6 zu beseitigen. Gestern wurde der Kernel auf Version 4.9.15 final aktualisiert, mit den erforderlichen Neuübersetzungen, so dass das Update bald verfügbar sein sollte, wenn es nicht schon da ist. KDE Applikationen 16.12.3 und Mate 1.18 sind ebenfalls angekommen. Das FFMpeg-Update und die erforderlichen Neuübersetzungen wurden fertig gestellt, so dass hoffentlich da draußen alle Probleme begradigt wurden. Die v4l-utils 1.12.3 sind ebenfalls da. Die Erzeugung für ein Update auf VLC 3.0-git snapshot sind ebenfalls in Arbeit. Auch gab es Updates auf Calibre 2.81 und LibreOffice 5.3.1 rc2. Während dieser Blogeintrag geschrieben wurde, gab es heftige Aktivitäten im Build-System, so dass mit vielen Updates zu rechnen ist.

Zusammenfassung der Sta2 Tests:

Während die Mehrheit der Rückmeldungen zu sta2 so positiv waren, dass wir uns auf das Erzeugen eines Releasekandidaten zu bewegen, gibt es immer noch anhaltende Probleme mit den proprietären Teibern von NVIDIA, insbesondere mit dem 340er-Treiber für etwas ältere Grafikkarten. Tests um diese zu beheben, laufen fortwährend; eine neue Runde interner ISOs wurde erzeugt, um diese zu testen und um den Status von Installer-Fehlern zu prüfen, wie z.B. Knöpfe, die in einigen Sprachen außerhalb des Bildschirms erscheinen. Die nächste Runde der ISO Tests wird als Vorbereitung für den RC laufen.

Mageia 5

Die Kernel-Aktualisierungen auf 4.4.54 sind im Test, deshalb können Sie bald mit ihnen rechnen, wenn sie von der QA-Abteilung abgenommen wurden.

Sicherheitsupdates für MariaDB, libquicktime und andere sind zur Zeit in der Abnahme, sowie einige andere, so dass bald viele erscheinen werden.

Community

Zur Zeit werden Betreuungsgruppen für die Haupt-Programmiersprachen gebildet, namentlich um die Arbeitslast der großen Perl- oder Python-Bereiche auf die Paketbauer zu verteilen. Ähnliche Gruppen für andere große Gebiete oder Komponenten, wie den Kernel, die Mageia-Tools und einige Desktop-Umgebungen, haben sich als erfolgreich erwiesen, so dass es zu einer ähnlichen Arbeitsverteilung im Programmiersprachenbereich kommen wird.

Erfolgreiche Veranstaltung beim Chemnitzer Linuxtag: Mageia hatte einen Stand, an dem unser System gezeigt wurde, mit Unterstützern, die Fragen beantworteten. Ein vollständiger Bericht kommt bald, aber in der Zwischenzeit gibt es einige Bilder im deutschen Forum.

Übersetzt von man-draker, Original gepostet von Donald am 17.Mar 2017

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Ein Interview mit Richard Rey über die Zusammmenarbeit zwischen ALCASAR und Mageia

ALCASAR ist ein freies Überwachungsprogramm für den Netzzugang ins Internet, für private oder öffentliche Konferenznetzwerke. Es berechtigt und schützt den Zugriff der Benutzer unabhängig vom Verbindungstyp oder der Ausrüstung (PC, Smartphone, Spielkonsole, TV etc.)

Ich traf die Entwickler von ALCASAR 2012 auf einer französischen Veranstaltung und fand heraus, dass sie Mageia in einem professionellen Projekt nutzen. Dann verging die Zeit wie im Fluge und nun sind wir hier und Richard Rey war einverstanden, einige Fragen über ALCASAR und Mageia zu beantworten.

– Kannst du dich vorstellen? Was ist dein technischer Hintergrund und warum hast du begonnen, zum Projekt ALCASAR beizutragen?

RR: Richard REY (aka: Rexy). Ich bin der stellvertretende Direktor am Forschungslabor für Computer-Sicherheit (C+V) an der ESIEA einer Ingenieurschule für digitale Technik. Diese Schule, die ein Verein nach dem „Gesetz von 1901“ ist, ist als Ingenieurschule zertifiziert (Commission of the Titles of Engineers). Sie ist auf drei Hochschulstandorte (Paris, Ivry und Laval) verteilt.

Vor vier Jahren verließ ich die französische Armee nach einer 27-jährigen Karriere auf den Gebieten der digitalen Kommunikation, der elektronischen Kriegsführung und Computerkampf.

Die Entstehung des ALCASAR-Projekts: Während ich Systemverantwortlicher für Informationssicherheit in einem Hauptquartier war (RSSI), wurde ich mit der Installation eines technischen Werkzeuges für eine große Zahl von Standorten beauftragt. Es musste die Anforderungen des „Gesetzes über die Vertraulichkeit in der digitalen Wirtschaft“ (LCEN) erfüllen. Dieses Gesetz schreibt vor, dass alle Verbindungen, die Internetnutzer herstellen, aufgezeichnet und für ein Jahr gespeichert werden. Das Ziel auf meiner Seite war klar: Schutz der für den Zugang zum Internet Verantwortlichen (diejenigen, die den Zugang bezahlen) vor juristischen Verfahren wegen der Taktlosigkeit einiger verbundener Benutzer (Aufruf zum Rassenhass, Zuhälterei, Kinderpornografie, Gaunereien, Erpressung, Rechtfertigung von Terrorismus, usw.).

Nach einigen erfolglosen Recherchen (unvollständige Produkte, zu komplex oder zu teuer), entschied ich ein Team zu gründen und wir entwarfen ALCASAR (Free Application for Secure Access Control and Authenticated to the Network; Freie Anwendung für sicheren und authentifizierten Zugang zum Netz).

– Kannst du das ALCASAR Projekt beschreiben, seine Gemeinschaft und seine Funktionalitäten?

RR: Vom Beginn des Projektes an, haben wir ziemlich starke technische und ethische Beschränkungen durchgesetzt: Alle Verbindungsdaten und alle Protokolle müssen für ein Jahr gespeichert werden (LCEN). Sie dürfen nur den verantwortlichen Behörden zugänglich sein (CNIL). Jede Aufzeichnung muss Angaben zu Datenmenge und Verbindungsdauer enthalten und es ermöglichen, einen „menschlichen“ Benutzer zu finden (ein Mensch ist keine IP-Adresse…).

Das Herzstück des Projekts wurde um vier Hauptbausteine herum entwickelt: den Radius-Server „freeradius„, den Netzwerkzugangskontroller „coova-chili„, die relationale Datenbank (RDBMS) „mariadb“ und die Firewall „netfilter„.

Nachdem „apache + PHP“ hinzugefügt wurden, um eine benutzerfreundliche WEB-Verwaltungsoberfläche anzubieten, wurde das Projekt außerhalb von Militärkreisen bekannt. Neue Fähigkeiten wurden angefordert (Domainnamen- und URL-Filterung, „blacklist“- und „whitelist“-Filterung, Protokollfilterung, Benutzer- / benutzer-spezifische Filterung, blacklist- und whitelist-Import und Anpassung, Verbindungszeitsteuerung, SMSIdentifizierung, Authentifizierung mittels MAC-Adressen, Internationalisierung von Oberflächen, usw. ).

Auf Grund unserer militärischen Wurzeln, ist die Gemeinschaft ähnlich einer Pyramide organisiert. Nur vier oder fünf Beitragende können direkt mit dem SVN (Apache Subversion, Softwareverwaltungssystem) arbeiten. Die anderen unterbreiten ihre Beiträge diesen vier „privilegierten“ Benutzern. Etwa zwanzig Leute aller Nationalitäten sind zur Zeit bei dem Projekt registriert (ein Dutzend sind aktiv).

– Auf eurer Homepage heißt es, Mageia sei Teil eures Ökosystems. Warum diese Wahl?

RR: Zu Beginn des Projekts benutzte ich die Distribution „Mandrake Linux“. Das bot alles, wonach ich aus beruflicher und persönlicher Sicht gesucht hatte. Besonders schätzte ich die gründlichen Sicherheitsupdates (keine hässlichen Überraschungen) und den „Made in France“ Aspekt. Wir blieben treu und entwickelten ALCASAR auf „Mandriva Linux“ und Mageia weiter. Die nächste Version 3.1 von ALCASAR wird auf „Mageia 5.1“ installiert sein. Wir werden diesen Zyklus natürlich mit Mageia 6 fortsetzen.

– Hast du eine Vorstellung davon, wer heute ALCASAR nutzt?

RR: Im Hinblick auf Menge: nein. Im Hinblick auf Nutzerarten wissen wir, dass es französische und ausländische Ministerien benutzen. Einige Firmen haben es ausgeliefert und in einigen Fällen in ihre Sicherheitsregeln integriert. Wir wissen dass ESN es für seine Mandanten installiert und verwaltet. Wir haben viele Rückmeldungen von Hoteliers, Providern, Vereinen, Lagerleitern, Ferienclubs …

– Wie sind die Beziehungen zwischen ALCASAR und Mageia? Tragt ihr zu Mageia bei? Wie kann Mageia euch helfen?

RR: ALCASAR läuft nur auf Mageia und wechseln ist bisher keine Frage. Das erlaubt es uns, uns auf die Weiterentwicklung der Fähigkeiten zu konzentrieren, statt Zeit mit der Anpassung an andere Distributionen zu verschwenden.

Wir tragen sehr wenig (für meinen Geschmack zu wenig) zu Mageia bei. Wir melden Fehler, die Auswirkung auf die 20 Softwarepakete, die wir in ALCASAR einbinden, haben. Wir paketieren einige Software, deren einzige Anwender wir meiner Ansicht nach sind (HAVP, Netflow core probe, coova-chili).

Übersetzt von man-draker, Original von Anne am 13.03.2017

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Wöchentliche Zusammenfassung 2017 – Woche 10

Cauldron

Diese Woche sah einen gewaltigen Meilenstein für Mageia 6: Die Veröffentlichung unseres zweiten Stabilisierungsschnappschusses „sta2„. Er ist das Ergebnis von 8 Monaten Arbeit seit dem vorhergehenden Meilenstein „sta1“ und die Qualität ist enorm gestiegen. Die Mehrzahl der Rückmeldungen zu dieser Veröffentlichung war positiv, was wir natürlich immer gerne hören. Wir kommen nun der endgültigen Veröffentlichung von Mageia 6 sehr viel näher.

Kurz nachdem sta2 veröffentlicht war, haben wir das neue FFMpeg 3.2.4 in Cauldron aufgenommen. Unsere vorherige Version war 2.8, die langsam etwas alt wurde und über den ganzen Lebenszyklus von Mageia 6 nur schwer zu pflegen gewesen wäre. Da FFmpeg 3.0+ diverse Änderung im API brachte, waren wir einige Zeit damit beschäftigt, indirekte Abhängigkeiten (d.h. Pakete, die von einer bestimmten Bibliothek abhängen) von FFmpeg aufzulösen – diese Arbeit ist im Wesentlichen beendet. In erster Linie durch Patches entweder von Upstreamprojekten, oder von anderen Distributionen.

Ein weiteres bevorstehendes Update für Cauldron ist der komplette KDE-Stack: KDE Frameworks 5.32, Plasma 5.8.6 (bereits in core/release) und KDE Applications 16.12.3 (zur Zeit in core/updates_testing und wird bald nach core/release verschoben).

Andere große Updates, die es in Cauldron geschafft haben: Mesa 17.0.1, VirtualBox 5.1.16 und vorbereitende Arbeiten für Firefox 52.0 ESR!

Einige Arbeit wurde begonnen, die Liste der Pakete zu überprüfen, die standardmäßig mit den Meta-Paketen für jede Desktopumgebung (engl. Desktop Environment, DE) installiert werden, was über längere Zeit nicht getan wurde. Einige alte und inzwischen überflüssige Pakete werden nicht mehr mitinstalliert, was auch helfen sollte, die ISO-Abbilder etwas kleiner zu machen.

Um einen allgemeinen Eindruck davon zu erhalten, was so jede Woche im Zauberkessel kocht: Seit unserer letzten wöchentlichen Zusammenfassung am 3. März wurden mehr als 500 Pakete in unser Paketbausystem eingestellt. Es war eben eine besonders lebhafte Woche mit den KDE und FFmpeg Updates! Wenn Sie neugierig sind, können Sie immer die Aktivitäten der letzten zwei Tage auf pkgsubmit betrachten.

Mageia 5

Es war eine ruhige Woche für Mageia 5, da keine Updates verteilt wurden (bis jetzt). Dennoch wurden Viele getestet, und es sollten bald Sicherheitsupdates sowohl für Flash 24.0.0.221 und  VirtualBox 5.1.12, als auch potrace, flac, wavpack und libquicktime kommen, um nur einige zu nennen. Wie immer, wenn Sie neugierig auf die Art und Weise sind, wie wir Updates testen und uns unterstützen möchten, zögern Sie nicht das QA Team zu unterstützen.

Mageia News

Die Teamwahlen schreiten in verschiedenen Teams in unterschiedlichen Stadien voran. Wenn Sie also Mitglied in einem unseren vielen Teams sind, schauen Sie nach Abstimmungen oder den Aufruf nach Kandidaten aus, wenn sie nicht schon eingetroffen sind. Wenn sie alle abgeschlossen sind, werden wir einen Blogpost über den neuen Rat (Council) veröffentlichen, mit etwas Glück, wird das nicht so lange benötigen, wie der Schritt von sta1 zu sta2. 🙂

Zudem haben wird dieses Wochenende einen Stand auf den Chemnitzer Linux Tagen 2017. Hier lesen sie mehr über die Veranstaltung. Wenn sie in der Ecke sind, schauen Sie doch vorbei und diskutieren mit uns über Mageia Linux oder mit den vielen anderen Open Source Projekten.             

Übersetzt von man-draker. Original von Donald am 10.März 2017

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Der nächste Schritt hin zu Mageia 6: sta2 ist da

Jeder bei Mageia ist hocherfreut, dass wir die Veröffentlichung unseres neuesten Entwicklungsmeilensteins, unseren zweiten Stabilisierungs-Schnappschuss (sta2), bekannt geben.
Wir sind nun einen Schritt näher zur Veröffentlichung von Mageia 6!

 

8 Monate Fehlerbereinigung und aufpolieren

Wir wissen, dass diese neue Veröffentlichung des Entwicklungsstands lange überfällig ist, unser vorheriger Schnappschuss sta1 wurde im Juli 2016 herausgegeben. Über die Gründe für die Verzögerung sprachen wir kürzlich ausführlich in einem früheren Blogpost. In wenigen Worten kann man zusammenfassend sagen war es die Folge von Verzögerungen durch die Nichtverfügbarkeit von Helfenden, Infrastrukturproblemen, Upstream-Fehler in Plasma, die einige Zeit zur Behebung benötigten, ein kritischer Partitionierungsfehler im Installer, an dem wir monatelang hart arbeiteten – und vor allem unsere üblichen Qualitätsansprüche und unser Wunsch ein stabiles und gut eingestelltes Produkt zu veröffentlichen, sobald es fertig ist.

Schlussendlich ist es da! Wir sind froh gestimmt, wie sta2 sich darstellt und erwarten, dass er sich in den kommenden Wochen reibungslos in Richtung Releasekandidat und endgültiger Version entwickeln wird.

Xfce LiveISO-Images

Als große Neuerung in diesem Release bringen wir Live-ISOs mit Xfce als Ersatz für die 32-bit-GNOME- und Plasma-ISOs. Dafür bieten wir jetzt vier Live-Images: Plasma 64-bit, GNOME 64-bit, Xfce 32-bit und 64-bit.

Wir glauben das die aktuelle Palette von ISOs alles abdeckt, wie es die Früheren taten. Aber sie bietet darüber hinaus eine leichtgewichtige Alternative für ältere und weniger leistungsfähige Systeme, oder für jene Anwender, die eine schlankere Desktop-Umgebung bevorzugen. An der neuen Zusammenstellung können Sie erkennen, dass wir noch immer eine breite Abdeckung für 32- und 64-Bit-Systeme bieten und die klassische oder Netzwerkinstallation erlaubt es Ihnen, den Desktop Ihrer Wahl, auf der Architektur Ihrer Wahl, mit Ihrer Auswahl an Paketen zu installieren.

Paket-Versionen

Nun im Einzelnen, damit Sie auf dem Laufend sind! Mageia 6 sta2 kommt mit den folgenden:

  • Linux Kernel 4.9.13 (aktuelle Version mit Langzeitsupport)
  • X.Org 1.19.1
  • Plasma 5.8.5 (aktuelle Version mit Langzeitsupport)
  • Gnome 3.22.3
  • MATE 1.16
  • Cinnamon 3.2.4
  • Xfce 4.12.1
  • LibreOffice 5.3.1.1
  • Firefox 45 ESR
  • Thunderbird 45 ESR
  • Chromium 56

Es gab eine Menge Arbeit mit der Integration von Plasma, damit es so arbeitet wie es soll. Die Verzögerung erlaubte es uns aber sowohl für Plasma 5 als auch für die KDE-Applikationen neuere Versionen mit besserer Qualität einzusetzen. Andere wichtige Teile der Distribution sind ebenfalls erneuert worden. Die vollständige Paketliste der ISOs können sie hier, die Veröffentlichungshinweise hier und die Errata hier einsehen.

Wenn Sie das neue Entwicklungs-Release testen möchten, finden Sie die ISOs hier. Bitte denken Sie daran: dies ist ein Vorveröffenlichungs-Kandidat, es ist nicht für einen produktiven Einsatz geeignet. Die Fehler, die Sie finden, berichten Sie bitte hier, damit sie für die endgültige Ausgabe behoben werden können.

Wenn Sie über irgendetwas zu diesem Release diskutieren möchten, finden Sie bei Mageia entsprechende Mailinglisten. Eine vollständige Übersicht finden Sie hier.

Was kommt als nächstes?

Das sta2-Release ist eine Momentaufnahme von Cauldron (in diesem Falle vom 28. Februar). Das bedeutet, die Arbeit im Cauldron ist in der Zwischenzeit fortgeschritten und es gibt bereits große Änderungen, so dass Sie im installierten System mit Updates zu rechnen haben.

Im einzelnen sind das:

  • Fehlerbereinigte Applets im Systemabschnitt der Kontrollleiste unter Plasma für mgaapplet (Paket-Update-Werkzeug) und net-applet (Netwerk Verwaltungs-Werkzeug)
  • Mesa 17.0.1 (ISOs enthalten noch Version 13.0 wie in der vorherigen Veröffentlichung)
  • PulseAudio 10 und bald FFmpeg 3.2
  • Verbesserungen und Fehlerbereinigungen für IceWM und PostgreSQL

Wenn Sie sich an der Verbesserung von Mageia beteiligen möchten, sei es beim Paketbau, in der QA, beim ISO-Test oder irgendetwas anderem was wir tun, ist diese Seite die beste Anlaufstelle. 

Übersetzt von Alfred, Original von Donald

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